Deutschland leistet humanitäre Hilfe für Westsahara-Flüchtlinge und unterstützt Projekte von WFP und UNHCR mit jeweils 1 Million Euro

S.E. M. Götz LINGENTHAL, Ambassadeur d’Allemagne, et  M. Romain SIROIS, représentant du PAM et M. Hamdi BUKHARI, représentant du HCR en Algérie Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Algier)

Algier – Für Projekte des Welternährungsprogramms (WFP) und des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) stellt Deutschland jeweils 1 Million Euro an humanitärer Hilfe bereit, um den akuten Nahrungsmittelbedarf der sahraouischen Flüchtlinge in Tindouf  zu decken sowie um die Gesundheitssituation vor Ort zu verbessern.

Deutschland leistet sowohl bilateral als auch als Mitglied der Europäischen Union humanitäre Hilfe für Flüchtlinge weltweit und stärkt mit Blick auf die internationale Herausforderung auch die zuständigen internationalen Organisationen. Die Mittel für humanitäre Hilfe an das WFP und den UNHCR in Algerien in Höhe von jeweils 1 Million Euro fügen sich in diesen Rahmen ein und sollen der Nahrungsmittelsicherheit der Westsahara-Flüchtlinge sowie der Verbesserung ihrer Gesundheitssituation dienen.  

Die deutsche Unterstützung für das WFP in Höhe von 1 Million Euro ermöglicht den Kauf von 2.500 Tonnen Weizenmehl, Zucker und Hülsenfrüchten, womit vollständige Lebensmittelrationen für die Westsahara-Flüchtlinge über mehrere Wochen sichergestellt werden können. Zudem wird die deutsche Zahlung einen Beitrag zum Wiederaufbau der Schulküchen leisten. Diese waren aufgrund der schweren Überflutungen im Oktober 2015 nahezu vollständig zerstört worden.

Indem Deutschland auch die Arbeit des UNHCR mit 1 Million Euro unterstützt, kann dazu beigetragen werden, dass in den Flüchtlingslagern wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitssituation durchgeführt werden: Auf dem Programm stehen die bessere Ausstattung mit medizinischen Geräten, die Behandlung von chronischen Krankheiten, die Sensibilisierung für HIV/AIDS, der Kampf gegen Unterernährung, die Reparatur von in den Überflutungen beschädigten Unterkünften sowie die weitere Verbesserung der Trinkwasserversorgung vor Ort.

Anlässlich eines offiziellen Treffens mit Botschafter Götz Lingenthal erklärte Romain Sirois, WFP-Vertreter in Algerien: „Vor dem Hintergrund der finanziellen Zwänge des WFPs, welche ansonsten dazu geführt hätten, die Lebensmittelrationen weiter einzuschränken, kommt die deutsche Hilfszahlung sehr gelegen. Der deutsche Beitrag wird das unmittelbare Leiden der sahraouischen Flüchtlinge ohne Zweifel lindern.“ Auch Hamdi Bukhari, UNHCR-Vertreter in Algerien, richtete gegenüber Botschafter Lingenthal der deutschen Regierung seinen Dank aus: „Die Flüchtlinge in Tindouf sind gesundheitlichen Risiken besonders stark ausgesetzt, erst recht nach den Überflutungen vom letzten Herbst. Mithilfe der deutschen Förderung kann der UNHCR den Menschen essentiell wichtige Hilfe leisten.“