Geburt im Ausland

Ist ein Deutscher im Ausland geboren, so kann die Geburt auf Antrag im Geburtenregister des zuständigen Standesamts beurkundet werden. Für die Beurkundung der Geburt ist in erster Linie das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich die im Ausland geborene Person ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ergibt sich danach keine Zuständigkeit, so ist das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich die antragsberechtigte Person (das sind in der Regel die Eltern bzw. ein Elternteil) ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Sollte keiner dieser Fälle zutreffen, ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Eine Frist für die Registrierung der Geburt gibt es nicht.

Der Antrag auf Nachbeurkundung der Geburt eines Deutschen im Ausland kann über die Deutsche Botschaft Algier gestellt werden. Zusammen mit den erforderlichen Unterlagen wird er dann von der Botschaft an das jeweilige deutsche Standesamt übersandt. Haben Sie weiterhin einen in Deutschland angemeldeten Wohnsitz, ist das dortige Standesamt auch für die Eintragung ins Eheregister zuständig. Besteht keine Anmeldung in Deutschland, wird der Antrag ans Standesamt I in Berlin weitergeleitet.

Der Antrag kann auch durch den/die Antragsteller persönlich beim zuständigen Standesamt abgegeben oder per Post übersandt werden. Sollte im Rahmen der Beantragung auch eine Namenswahl für das Kind notwendig sein, muss die Unterschrift der Eltern beglaubigt werden. Die Unterschriftsbeglaubigung erfolgt bei der Botschaft.

Folgende Dokumente sind dem Antrag beizufügen: 

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Heiratsurkunde der Eltern
  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Reisepässe der Eltern, sofern diese mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen, bringen Sie bitte entsprechende Nachweise (Pässe, Einbürgerungsurkunden o. ä.) für jede Staatsangehörigkeit mit ausländischer Reisepass des Kindes, sofern dieses weitere Staatsangehörigkeiten besitzt und bereits ein entsprechendes Dokument erhalten hat
  • sofern das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit von einem Elternteil erworben hat, der die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten hat, die deutsche Einbürgerungsurkunde
  • sofern die Eltern bzw. ein Elternteil eine algerische Geburtsurkunde vorlegt, in der nicht alle personenstandsrechtlichen Ereignisse (Vorehen, Scheidungen im Ausland) vermerkt sind: Heiratsurkunden und Scheidungsurteile der Vorehen; es ist jedoch empfehlenswert, alle personenstandsrechtlichen Ereignisse im algerischen Geburtenregister nachtragen zu lassen, um eine vollständige, legalisierbare Geburtsurkunde zu erhalten.
  • bei nicht-ehelicher Geburt: Nachweis einer wirksamen Vaterschaftsanerkennung, sofern das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit nur von einem deutschen Vater ableitet
  • sofern die Eheschließung in Algerien bei einem Notar stattgefunden hat, muss der entsprechende Ehevertrag vorgelegt werden; sofern die Wirksamkeit einer Ehe erst im Nachhinein durch ein algerisches Gerichtsurteil festgestellt wurde, muss das entsprechende Urteil vorgelegt werden

Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Im Einzelfall kann die Vorlage weiterer Unterlagen erforderlich werden, auch im Rahmen der Antragsprüfung durch das Standesamt können weitere Dokumente jederzeit nachgefordert werden.

Alle Dokumente müssen im Original oder als (in Deutschland) amtlich beglaubigte Kopie vorgelegt werden. Arabischen und französischen Dokumenten muss eine deutsche Übersetzung beigefügt werden. Algerische öffentliche Urkunden (Personenstandsurkunden, Gerichtsurteile), müssen vorlegalisiert sein und dem Standesamt mit einer Legalisation durch die deutsche Botschaft vorgelegt werden.

Gebühren:

Die Gebühren r die Beurkundung der Geburt und die Ausstellung beantragter Geburtsurkunden werden je nach Bundesland festgesetzt und können daher unterschiedlich sein.

Auch bei der Botschaft werden im Rahmen der Antragstellung Gebühren fällig. Diese sind in Dinar zu begleichen und abhängig von der Zahl der notwendigen Kopien und Legalisationen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auf schriftliche Nachfrage oder im Rahmen der Vorsprache.

Termin:

Für die Antragstellung benötigen Sie einen Termin. Eine telefonische Terminvergabe über die Botschaft ist nicht möglich. Stattdessen wenden Sie sich bitte schriftlich an die Konsularabteilung der Deutschen Botschaft algier%27%diplo%27%de,info Nach elektronischer Übermittlung aller notwendigen Unterlagen erfolgt zunächst die Prüfung durch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Botschaft. Nach Abschluss dieser Vorprüfung wird sich die Deutsche Botschaft zwecks Terminvereinbarung schriftlich an Sie wenden.

Weitere Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass die Botschaft selbst keine deutschen Geburtsurkunden ausstellen kann. Die Prüfung und Entscheidung über Anträge auf Nachbeurkundung der Geburt im Ausland liegt allein beim zuständigen Standesamt in Deutschland.

Die Botschaft hat keinerlei Einfluss auf die Bearbeitungszeiten der einzelnen Standesämter.

Für Anträge, für die das Standesamt I in Berlin zuständig ist, kann die Bearbeitungszeit aufgrund der hohen Antragszahlen bis zu 2 Jahre betragen.

Haftungsausschluss:

Alle oben gemachten Angaben beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen der Botschaft im Zeitpunkt der Abfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird jedoch keine Gewähr übernommen.