Deutschland und Algerien
Die politischen Beziehungen zwischen Algerien und Deutschland sind traditionell gut und freundschaftlich. Auch in den 90er Jahren, als Algerien in beispielloser Weise vom islamistischen Terrorismus heimgesucht wurde, wurden diplomatische Kontakte aufrechterhalten.
Algerien hat inzwischen seine aus diesen "schwarzen Jahren" rührende Außenpolitische Isolation überwunden und ist als aktiver Spieler auf die politische Bühne zurückgekehrt; das Land festigt kontinuierlich seine Stellung als Regionalmacht in Afrika und im arabischen Raum sowie als Gesprächspartner des Westens.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Algerien befinden sich seitdem in einem kontinuierlichen Aufschwung. Anfang April 2001 hat Präsident Bouteflika als erster algerischer Präsident einen offiziellen Besuch abgestattet. Der Besuch von Bundeskanzler Schröder im Oktober 2004 war der erste Besuch eines deutschen Bundeskanzlers in Algerien seit 30 Jahren und stellte einen bedeutenden Schritt zur Fortentwicklung der deutsch-algerischen Beziehungen dar. Bundespräsident Köhler besuchte im November 2007 als erstes deutsches Staatsoberhaupt Algerien. Bundeskanzlerin Merkel reiste im Juli 2008 nach Algerien und wurde dabei von einer wichtigen Witschaftsdelegation begleitet. Auf Einladung der Bundesregierung hielt sich Staatspräsident Bouteflika von 07. bis 09. Dezember 2010 in Berlin auf. Bundeskanzlerin Dr. Merkel und Staatspräsident Bouteflika hoben bei ihrer Begegnung am 08. Dezember die Gemischte Deutsch-Algerische Wirtschaftskommission aus der Taufe, die zur ihrer ersten Sitzung am 08. und 09. März 2011 in Berlin zusammentrat. Beide Länder werden außerdem dem Desertec-Projekt zur Erschließung von Sonnen- und Windenergie, unter anderem aus Algerien, besondere Aufmerksamkeit widmen.