Deutsch-Algerische Energiepartnerschaft gestartet

Photovoltaik-Solarzellen auf dem Dach zur Stromerzeugung Bild vergrößern Stromerzeugung (© dpa/pa) Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake, und der stellvertretende Energieminister Algeriens, Ahmed Messili, hielten am 25. Mai in Berlin gemeinsam die erste Sitzung des Steuerungskomitees der Deutsch-Algerischen Energiepartnerschaft ab.

Staatssekretär Baake: "Mit der Einrichtung einer Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Algerien schaffen wir den Rahmen für einen intensiven energiepolitischen Austausch und eine verstärkte Kooperation im Energiesektor. Algerien ist aufgrund seiner günstigen Bedingungen für Solar- und Windenergie sowie seiner ehrgeizigen Ziele beim Ausbau erneuerbarer Energien ein attraktiver Partner für Deutschland. Ich bin davon überzeugt, dass die deutsch-algerische Energiepartnerschaft beiden Ländern Vorteile auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung bringt."

Schwerpunktthemen der Partnerschaft, in die auch die Wirtschaft eingebunden werden soll, sind insbesondere die Diversifizierung des Energiemixes, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz. Auch Fragen der Gasversorgungssicherheit werden eine Rolle spielen.

Im Anschluss an den Austausch auf Regierungsebene fand ein Wirtschaftsgespräch statt, bei dem Investitionsmöglichkeiten und Technologielösungen im Energiesektor präsentiert werden.

Die Energiepartnerschaft war am 26. März 2015 von Bundesminister Sigmar Gabriel und dem algerischen Energieminister Youcef Yousfi mit der Unterzeichnung einer Gemeinsamen Absichtserklärung begründet worden.

Bisher wird Algeriens Energiebedarf fast ausschließlich durch im Land geförderte fossile Brennstoffe gedeckt. Erneuerbare Energien machen trotz guter Potenziale gegenwärtig nur einen geringen Anteil an der Energieerzeugung aus. Um den rasant steigenden Energiebedarf zu decken, plant die algerische Regierung, bis 2030 neue Solar- und Windkraftkapazitäten in Höhe von 22 GW zu schaffen

Textquelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Redaktionelle Bearbeitung: Deutschland Zentrum Kairo